Lila Ombre Cake mit Mascarpone-Quark-Creme

Als die Schwester einer Freundin vor einigen Monaten mit der Bitte an mich heran trat, den Kuchen für ihre Hochzeit herzustellen, bin ich doch leicht panisch geworden. Eine Hochzeitstorte, perfekt mit Fondant eingedeckt, ohne ein Delle, mit hübschen Marzipanrosen bestückt und das ganze am besten noch über drei Stockwerke hinweg. So etwas hatte ich doch noch nie gemach. Und überhaupt, sind solche perfekten Torten gar nicht mein Stil. Umso erfreuter war ich, als sie mir ihre Vorstellungen konkret beschrieb und mir klar wurde, dass es im Prinzip für den Sweet Table keine Hochzeitstorte geben sollte, sondern eine große Cupcake-Etagere mit einer kleinen Torte oben drauf. Und diese dann auch gänzlich ohne Fondant und Marzipan, sondern mit leckerer Creme und im rustikalen Stil. Genau mein Ding.
Als wir dann noch dieses Bild bei Pinterest sahen, waren wir hin und weg.



REZEPT

ZUTATEN
(genügen für eine Torte mit 20 cm Durchmesser)

Für die Böden:
  • 300 g Butter
  • 280 g Zucker
  • 6 Eier
  • 50 ml Buttermilch
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 220 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • lila Lebensmittelfarbe
  
Für die Füllung:
  • ca. 1/2 Glas Heidelbeermarmelade (mit mind. 45% Fruchtgehalt)

Für die Creme:
  • 315 g Mascarpone
  • 100 g Quark (20% Fettgehalt)
  • 70 g Fluff (Marshmallowcreme)
  • Mark einer Vanilleschote 

Für die Deko:
  • essbare Blüten

Info: Die Zutatenmengen oben ergeben den Teig für vier Böden. Ich habe die vier Böden in zwei Schüben gebacken. D.h. ich habe jeweils zwei 20cm-Formen auf einmal in den Ofen geschoben. Deswegen habe ich die jeweiligen Zutaten halbiert und den Teig dann auf die 2 Formen verteilt. Dann die restlichen Zutaten angerührt und die zweiten beiden Böden gebacken, da ich nicht wollte, dass das Backpulver schon so lange vorarbeitet.

© Jenny Egerer Fotografie

ZUBEREITUNG
{Böden}
  • Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 2 Kuchenformen mit je 20cm Durchmesser fetten und mehlen. 
  • Butter und Zucker ca. 5 Minuten lang schaumig schlagen. Dann nacheinander die Eier hinzufügen und anschließend die Buttermilch und den Vanilleextrakt untermischen. Mehl, Backpulver und Stärke sieben und mischen. Dann die trockenen Zutaten zu den nassen geben und nur so lange rühren, bis sich alles miteinander verbunden hat.
  • Den Teig dann (wenn ihr wie ich nur die Hälfte für zwei Böden zubereitet habt) halbieren und eine Hälfte leicht lila einfärben, die andere hell lassen. Die Teige gleichmäßig auf die Formen verteilen und im Ofen ca. 25 Minuten backen. (Stäbchentest) Die Böden in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und dann stürzen. 
  • Die zweite Hälfte des Teigs genauso zubereiten und zum Schluss die Teighälften stärker einfärben, bis hin zum kräftigen Violett. Wieder backen und auskühlen lassen. Wenn nötig, die Böden begradigen.


 {Füllung}
  • Den Boden im kräftigsten Lila-Ton auf einer Tortenplatte mit der Oberseite nach unten platzieren. Einige Esslöffel Marmelade darauf verteilen. Den zweiten Boden daraufsetzen, wieder mit der Oberseite nach unten. Die Heidelbeermarmelade darauf verteilen. Den dritten Boden genauso daraufstapeln, wieder Marmelade verteilen und den letzten, hellen Boden mit der Oberseite nach oben  draufsetzen. 
  • Den Kuchen bis zur Weiterverarbeitung kühl stellen.
 {Creme}
  • Die Mascarpone mit der Mashmallowcreme und dem Vanillemark einige Sekunden glatt rühren. Den Quark  hinzufügen und mit der Hand unterheben. Wichtig: nicht zu lange rühren, sonst wird die Masse zu flüssig.
  • Nun den Kuchen mit der Creme rundherum verstreichen. Dafür eignet sich am besten ein langes Palettmesser.
{Dekroation}
  • Kurz vor dem Servieren die Blüten auf der Oberfläche verteilen. Fertig!

© Jenny Egerer Fotografie

Der Anschnitt der Torte war ein echter "Aaaahhhhh- und Ohhhhhhh-Moment". Keiner hatte mit einem solch farbenfrohen Innenleben gerechnet. Ich finde solche Layer-Cakes wirklich klasse, weil sie sehr effektvoll und leicht herzustellen sind. Bei der Füllung und der Creme kann man so unendlich variieren, theoretisch könnte man die Torte auch mit Ganache einstreichen und am Ende mit Fondant eindecken. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Es grüßt lieb: Mella