Magic Custard Cake - Magischer Puddingkuchen mit Vanille

Heute habe ich eine Sensation für euch. Hereinspaziert und staunt über einen Kuchen voller Zauber und Magie. Oder ist hier gar Hexerei im Spiel? Wahrschenlich von allem etwas...

Dieser Kuchen entsteht aus einem einzigen angerührten Teig. Am Ende der Backzeit kommt er braungebrannt aus dem Ofen und überrascht beim Anschnitt mit einer schier unglaublichen Tatsache: 3 völlig voneinander abgegrenzte Schichten Kuchen sind entstanden. Der Boden ist fest und ähnelt der Konsistenz von Pancakes. Die mittlere Schicht ist cremig und gleicht einem Vanillepudding. Die obere Schicht ist luftig und weich.

Haken an der Sache? Gibt es nicht... selbst die Zutaten sind so simpel, dass jeder sie zuhause haben sollte. Und die Zubereitung ist wirklich nicht schwer...



Auf den Kuchen gestoßen bin ich via Pinterest. Man kann bei den Recherchen nach diesem Kuchen wirklich im virtuellen Netz versinken. Seine Wurzeln reichen wahrscheinlich bis in die 1940er Jahre zurück, als der Lebensmittelknappheit halber trotzdem versucht wurde, leckere Kuchen auf den Tisch zu bringen. Mittlerweile ist das Rezept von vielen Hobbybäckern und Hobbybäckerinnen angepasst worden, jeder hat ihn ein Stück weit verbessert oder die Zutaten variiert. Ich habe für euch heute das Grundrezept mit einer Vanille-Note.

REZEPT
(gibt es auf sehr vielen englischsprachigen Webseiten, ich habe mich an die Zutatenliste und die Zubereitungshinweise folgender Seite gehalten)

ZUTATEN
(genügen für eine kleine quadratische Backform 20x20cm)
  • 115 g Butter
  • 480 ml lauwarme Milch
  • 4 Eier (Gr. M), getrennt
  • ein paar Tropfen Essig
  • Prise Salz
  • 150 Puderzucker
  • 1 EL Wasser
  • 115 g Mehl
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Mark einer Vanilleschote
  • extra Puderzucker zum Bestäuben

ZUBEREITUNG
  • Den Ofen auf 165°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform fetten oder mit Backpapier auslegen.
  • Die Butter in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen. Sie darf nicht blubbern oder gar bräunen. Sie sollte vor der Weiterverarbeitung lauwarm abkühlen (da sonst die Eier gerinnen).
  • Die Eiweiße mit dem Salz und dem Essig steif schlagen und beiseite stellen. 
  • Die Eigelbe mit dem Puderzucker verrühren, bis eine hellgelbe Masse entsteht. In diese unter ständigem Rühren die flüssige, lauwarme Butter einfließen lassen, am Ende das Wasser einrühren. Alles etwa 2 Minuten schlagen, bis die Masse glatt ist.


  • Das Mehl sieben und den feuchten Zutaten untermischen, zum Schluss den Vanilleextrakt und das Mark einrühren. 
  • Jetzt die lauwarme Milch (sie darf nicht zu heiß sein, da sonst das Ei gerinnt und nicht zu kalt, weil sonst die flüssige Butter Probleme macht) unter ständigem Weiterrühren einfließen lassen. Der Teig wird sehr sehr flüssig - das muss so! :-)
  • Ganz zum Schluss das Eiweiß unterheben, erst 1/3, dann wieder 1/3 und zum Schluss das letzte 1/3. Keine Angst, es ist nicht schlimm, wenn Klümpchen vom steifen Eiweiß im Teig bleiben, das ist ok, Bitte die Masse nicht totrühren. Es soll noch Luft drin bleiben!


  • Nun den Teig in die Form gießen und für ca. 50-60 Minuten backen. Die Oberfläche sollte goldbraun sein.
  • Nach Ende der Backzeit sollte der Kuchen in jedem Fall komplett auskühlen können, das geht auch im Kühlchrank. Vor dem Servieren mit dem Puderzucker bestäuben und schmecken lassen. Fertig!


Der Kuchen schmeckt am besten, wenn er kalt aus dem Kühlschrank kommt. Warm war er mir nix, zu eiig und zu wenig Vanille-Aroma. Kalt ist er super.
Ich werde demnächst mal noch verschiedene Abarten ausprobieren. Ich denke da an die Schoko-Variante oder auch die Zugabe von Früchten in den Teig. Mal sehen, was das wird... :-)

Es grüßt lieb: Mella