Papageien-Kuchen

Krank - einfach nur krank. Wie es einen doch einfach so aus den Socken werfen kann, so ein fieser Infekt. Von heute auf morgen (oder besser Mittwoch auf Donnerstag). 4 Tage Medizin, schlafen, ein wenig seichte PC- und TV Unterhaltung. Mehr war nicht drin sag ich euch.
Und dann seit Freitag diese unbändige Lust auf Schokolade und Gebäck. Ich bat sogar um ein Stückchen Kuchen vom Bäcker - gekauft, egal was, hauptsache mit Schokolade. Diese virsubedingten Gelüste - Wahnsinn. Gestern nun habe ich mich aufgerafft, einen Rührkuchen zu backen, den von Mama, das ist nämlich -wie jedem von euch sicher bekannt- der beste der Welt. Damit für den Umzug kommende Woche noch ein paar Reste verschwinden, habe ich daran gemacht, die letzten Schokoladen-Vorräte, Rote-Grütze-Päckchen, Vanilleschoten und Zuckerstreusel-Reste zu verarbeiten. Nunja, was soll ich sagen, ich könnten diesen Kuchen in einem Zug auffressen. Muss mich echt zügeln. Teufelszeug. Wahrscheinlich geht es mir seinetwegen heute schon merklich besser. Danke, Mami!



REZEPT
  • Mutti der Tassenkuchen - Bäckerin

ZUTATEN
(genügen für eine normale Guglhupfform)

Für den Teig:
  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Prise Salz
  • Mark von 2 Vanilleschoten
  • 1 Päckchen Rote-Grütze-Pulver (glatt)
  • 2 EL Backkakao
  • Milch (je nach Konsistenz des Teigs bis zu 250 ml)

Für die Glasur:
  • viiiiieeeel Schokolade/Kuvertüre (bei mir waren es sicher 125 g Zartbitterkuvertüre, 200 g Vollmilchschokolade und 150 g weiße Schokolade)
  • bunte Zuckerstreusel nach Belieben


ZUBEREITUNG
{Teig} Den Ofen auf ca. 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Guglform fetten und mehlen. Die Butter mit dem Zucker etwa 5 Minuten schaumig schlagen. Die Eier einzeln für ca. 30 Sekunden unterrühren. Das Mark einer Vanilleschote zufügen. Mehl, Backpulver und Salz sieben und mischen. Die trockenen Zutaten abwechselnd mit der Milch zu den feuchten Zutaten geben und unterrühren. Der Teig sollte am Ende eine schwer reißende Konsistenz haben, d.h. sich langsam, gemählich und schwerfällig vom Rührlöffel lösen. Wichtig: den Teig nicht zu lange mit den Rührstäben malträtieren, da er sonst die ganz Luft verliert und beim Backen zu kompakt wird. Nur so lange mischen, bis alles verbunden ist.

Den Teig in 3 gleich große Portionen aufteilen. Nun muss es schnell gehen, denn das Backpulver arbeitet bereits. Unter eine Portione das Mark der zweiten Vanilleschote rühren. In Portion 2 mischen wir den Inhalt der Rote-Grütze-Packung und machen den Teig mit Milch wieder geschmeidig (schwer reißend). Portion 3 bekommt den Backkako und ebenfalls etwas Milch. Alle 2 Teige sollten die gleiche Konsistenz haben.



Nun esslöffelweise abwechselnd in die Form füllen. Zum Schluss mit einem Schaschlik-Spieß schön wild durchrühren - rechts und links, hoch und runter - damit der Kuchen am Ende nett marmoriert ist. Natürlich nicht so lange und wild, bis die Farben nicht mehr erkennbar sind und am Ende ein unappetitliches Grau vorherrscht ;-)
Der Kuchen darf für etwa 50 Minuten in den heißen Ofen, der Stäbchentest verrät, ob er am Ende schon gut durch ist. Dann darf er auf einem Kuchengitter auskühlen, bevor er auf einen Teller gestürzt wird.

{Glasur} Die Schokolade über Wasserdampf schmelzen und den erkalteten Kuchen damit nach Belieben überziehen. Ein paar Zuckerstreusel oben drauf Schnupfen, Husten, Heiserkeit sind für einen kleinen Augenblick vergessen! Fertig!

Es grüßt lieb: Mella