Eisenbahn-Kuchen

Ich liebe es, wenn es einen besonderen Anlass gibt und ich mich in der Küche kuchentechnisch so richtig austoben kann. Cupcakes und Torten sind toll und grundsätzlich bereite ich eigentlich alles, was süß ist, sehr gern zu. Zu meinen abolsuten Favoriten gehört allerdings all das, was unter der Rubrik "Fun-Food" steht. Dabei zählt nicht nur allein das letztliche Ergebnis - viel mehr habe ich einfach eine riesen Freude an der Herstellung. Mein Herzchen hüpft, wenn andere wegen meiner süßen Leckereien lächeln und sie sich ein bißchen in ihre Kindheit zurückversetzt fühlen. Ob nun ein Mega-Cupcake, Schäfchen- und Krümelmonster-Cupcakes oder ein Süßes Sushi - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.



Für den Geburtstag eines Lokomotiven-Freundes habe ich mich nun an einen Eisenbahn-Kuchen gemacht und mich vorher durch einige Beispiele im World Wide Web inspirieren lassen. Hier und da habe ich mir etwas herausgepickt und zu einem neuen Kuchen zusammengebaut. So viele Menschen haben so viele tolle Ideen (hier deutsche Ideen, hier englischsprachige).
Für mich kann es nicht bunt genug sein, deshalb habe ich mich eher an Beispielen aus den USA oder aus Großbritannien orientiert. Wenn ich die vielen tollen Backwerke sehe, bin ich immer ganz neidisch auf die Produkte, die man in den Staaten bspw. kaufen kann. Allein schon die gefühlt tausend Sorten Oreo-Kekse oder die vielen vielen Halloween-Süßigkeiten. Ganz zu schweigen davon, dass man in Amerika die ganzen Backutensilien, für die unser eins hier leider teuer Versandkosten zahlen muss, im Küchenregal des Supermarkts zu finden sind.

Aber zurück zum Thema. Bei der Suche nach Inspirationen bin ich auf ein Video gestoßen, dann wirklich klasse ist und zeigt, dass es sehr einfach ist, einen schönen Eisenbahn-Kuchen zu machen.


Bei Betty Crocker findet ihr super Back- und Kochideen und alles mit ganz tollen Anleitungen. Ein Besuch dort lohnt sich in jedem Fall.

Auch ich möchte euch eine kleine Anleitung geben, wie ihr ganz einfach einen effektvollen Eisenbahn-Kuchen machen könnt und vor allem, mit welchen in Deutschland erhältlichen Süßigkeiten ihr arbeiten könnt.


Für den Teig habe ich das Rezept von hier genommen und ihn mit verschiedenen Pastenfarben eingefärbt. Insegsamt habe ich 2 Kastenformen (ca. 30 cm Länge) gebacken.


Anschließend muss der Kuchen gut auskühlen. Damit man ihn besser schneiden kann, sollte man ihn etwa 30 Minuten in den Kühlschrank legen, dann hat man beim Schneiden auch weniger Krümel und die Kante wird glatter (ich habe das leider nicht gemacht, werde es aber beim nächsten Mal!).
Aus dem ersten Kuchen habe ich die Anhännger gemacht. Ich habe die Form mit einem scharfen Messer begradigt und den Kastenkuchen in 3 Teile geschnitten.
Aus dem zweiten Kuchen habe ich die Lok geschnitten und einen weiteren Anhänger. Für die Form der Lok habe ich mich an die Anweisungen in dem Video gehalten (ab Minute 1:10).


Dann habe ich den Kuchen mit geschmolzener Zartbitterkuvertüre bestrichen. das nächste Mal würde ich Zartbitterschokolade nehmen, die Kuvertüre ist sowohl geschmacklich besser, als auch besser zu verarbeiten.
Für die Güterwagen und auch für Teile der Lok habe ich Haribo Frucht- und Cola Schnecken aufgerollt und zugeschnitten. Mit geschmolzener Schokolade habe ich sie auf die Oberfläche geklebt.


Im nächsten Schritt habe ich die Räder "montiert". Verwendet habe ich Griesson Mini Soft Cake, die ich mit bunten Schoko-Plätzchen beklebt habe.


Die Lok habe vorn mit einem Waffel-Likörbecher besetzt. Darin sollte nun Dampf aufsteigen, wofür ich Mini-Marshmallows mit Zuckerguss aneinandergeklebt habe. Auf dem Dach haben zwei Eiskonfekt ihren Platz gefunden, auf denen ich jeweils ein Amarettini befestigt habe. Auch die Front der Lok hat ein Eiskonfekt-Hütchen bekommen. Als Scheinwerfer dienen 2 gelbe Big Ben Erdnuss-Dragees. Außerdem bekam der Zugwagen noch große Räder - große Soft Cakes. Gefüllt habe die Lok mit Haribo Pico-Balla.


Die Ladewagen habe ich mit unterschiedlichen und vor allem bunten Süßigkeiten gefüllt. Durch die Schnüre am Rand halten die Leckerein gut auf der Oberfläche. Die Verbindungen zwischen den Waggons bilden Amarettini.






So - und das war es schon. Der Kuchen ist zwar leicht herzustellen, allerdings benötigt man schon allerhand Zeit. Mir macht das Backen und vor allem das Dekorieren so viel Spaß, dass ich die Zeit (zum Leidwesen meines Lebensabschnittsverschönerers) oft vergesse.
Was ich an der Eisenbahn außerdem sehr schön finde, ist, dass es ein interaktiver Kuchen ist, d.h. die lieben Verzehrer können in aller Ruhe die Süßigkeiten abknabbern und runterpicken, bevor es an den Kuchen geht.

Es grüßt lieb: Mella