Tortentrend: Layer Cakes und Ombre Cakes + Rezept

Ich liebe hübsche Backwerke. Backen kann so kunstvoll sein. Was gibt es schöneres, als Cupcakes oder Torten zu schaffen, die von allen nur bestaunt werden und beim Essen richtig Freude bereiten?! In Amerika und in Großbritanien ist das malerische Backen bereits seit längerer Zeit angekommen und findet v.a. auf Geburtstagen und Hochzeiten großen Zuspruch.

Besonders hübsch und immer öfter zu finden sind die Layer Cakes (Schichtkuchen) und Ombre Cakes (Schattenkuchen). Ich erkläre mir den Unterschied folgendermaßen:
Wie der Name schon sagt, bestehen Layer Cakes aus mehreren, oft eingefärbten Kuchenböden. Besonders eignet sich ein Rühr- oder Biskuitteig. Zwischen den Böden verstreicht man eine Creme oder auch einen Fruchtaufstrich. "Eingepackt" werden die Böden von einer Butter-/Frischkäsecreme oder auch von einer Ganache. (Beim Klick auf die jeweiligen Bilder kommt ihr zu Quelle und auch zum Rezept)




Ombre Cakes (ombre: ital. "Schatten") sind eine Form der Layer Cakes, bei der z.B. die Böden nuancenartig eingefärt und von hell nach dunkel oder umgekehrt gestapelt werden. Das Frosting kann dann in den gleichen Nuancen eingefärbt und kunstvoll aufgespritzt werden. So entsteht der Schatten-Effekt. Wunderschön, oder?



Auch in der aktuellen Lecker Bakery findet sich ein Ombre Cake. Und da ich so begeistert von den süßen Kunstwerken bin, habe ich mich doch glatt mal herangetraut. Die Bilder sind dieses Mal nicht sonderlich gut geworden, da die Torte erst im Dunkeln angeschnitten wurde. Ich denke aber, dass man erkennt, worum es geht :-)

Zutaten:
(reichen für eine Springform mit 18 cm Durchmesser, wer für eine andere Springformgröße umrechnen will, dem lege ich diese Seite ans Herz)

Für den Teig:
300 g weiche Butter
280 g Zucker
6 Eier
50 ml Buttermilch
2 gestr. TL Backpulver
220 g Mehl
100 g Speisestärke
rote Speisefarbe (ich verwende diese)

Für die Füllung:
150 g Erdbeerfruchtaufstrich (ich habe selbst gemacht Erdbeer-Vanillemarmelade verwendet)

Für das Frosting: 
275 g weiche Butter (ich habe mit 140 g Butter und 135 g Frischkäse abgewandelt)
275 g Puderzucker (ich habe etwa 240 g genommen, war immernoch fast zu süß)
150 g Vollmilchjoghurt
optional: Früchte zum Verzieren

Hinweis: Für die Zubereitung der Böden ist es von Vorteil, zwei gleich große Backformen zur Hand zu haben, um jeweils 2 Böden gleichzeitig backen zu können. Günstige Backformen findet man bei TK MAXX, ich werde dort immer fündig. Ansonsten gibt die Lecker Bakery auch den Tipp, runde Keksdosen mit Backpapier auszulegen und den Teig darin zu backen.
In der Zeitschrift soll der gesamte Teig auf einmal zubereitet werden und die eine Hälfte ruhen, während die ersten zwei Böden backen. Das war mir bezüglich der einsetzenden Arbeit des Backpulvers zu heikel, deshalb habe ich zunächst die Hälfte der Zutaten zu Teig verarbeitet und dann - während die ersten Böden im Ofen waren - die zweite Hälfte.

Zubereitung:

{Teig} Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Butter und Zucker etwa 5 Minuten schaumig schlagen. Dann nacheinander die Eier hinzufügen, anschließend die Buttermilch untermischen.
Mehl, Backpulver und Stärken sieben und mischen. Die trockenen Zutaten zu den nassen geben und nur kurz rühren, bis sich alles vermischt hat. Den Teig dann (wenn ihr zunächst auch nur den Teig für 2 Böden zubereitet habt) halbieren. Eine Hälfte in die gefettte und gemehlte Form füllen und glatt streichen. Die zweite Hälfte blassrosa einfärben und in die zweite Form füllen. Beide Teige etwa 25 Minuten backen. Der Stäbchentest verrät, ob die Böden durch sind.
Die Formen auf einem Kuchengitter zunächst abkühlen lassen und dann die Böden aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.
Die zweite Hälfte des Teiges genauso zubereiten. Den Teig wieder halbieren und eine Hälfte rosa und die andere Hälfte kräftig pink einfärben. Wieder wie beschrieben backen und auskühlen lassen. Wenn nötig, die Böden an der Oberfläche begradigen.


{Füllung} Die gefärbten Teige mit dem Erdbeerdruchtaufstrich glatt bestreichen und die Böden aufeinander stapeln. Ich habe mich für die Reihenfolge (von unten nach oben) dunkel zu hell entschieden, es geht auch umgekehrt.
Den Kuchen dann mit Frischhaltefolie bedecken und etwa 4 Stunden (geht auch über Nacht) kalt stellen.

{Frosting} Butter und gesiebtes Puderzucker ca. 6 Minuten schamig schlagen. Frischkäse und Joghurt cremig rühren. Dann esslöffelweise unter die Butter heben. Nicht mehr schlagen, da die Creme sonst gerinnt und unbrauchbar wird. Den Kuchen dünn mit der Creme bestreichen, sodass alles eben ist. Dann mit einer Rosentülle das Frosting wellenartig aufspritzen. Am Rand hat das bei mir nicht sonderlich gut geklappt, deshalb habe ich ihn dort glatt gelassen und nur oben verziert. Auf die Oberfläche habe ich noch frische Brombeeren gesetzt. Dann muss der Kuchen nochmals 1-2 Stunden kühlen. Fertig!

Alles in Allem ist die Zubereitung eines Ombre Cakes nicht schwer. Das Aufspritzen der Creme erfordert etwas Übung. Geschmeckt hat er jedenfalls super.

Es grüßt lieb: Mella